Topfarmee

Über sambische Hochzeiten hatte ich schon viel gehört. Deswegen war ich sehr glücklich wenigstens an einem Teil der Hochzeitszeremonie teilnehmen zu können. Alex, ein Freund und ehemaliger Lehrer der Schule wird im September heiraten. Es gibt allerdings nicht nur die Hochzeit und den Junggesellenabschied, sondern viele weitere Veranstaltungen.

Kalenga, Niza, Lukas und ich haben uns also letzten Samstag auf den Weg nach Lusaka zur „Chilanga Mulilo“ gemacht. Übersetzt bedeutet das so viel wie Feuer Show. Von der Familie der Braut werden nämlich Gerichte über dem Feuer gekocht. Bei der Chilanga Mulilo soll dem Mann dann gezeigt werden, was für ein Essen in der Familie der Frau typisch ist. Braut und Bräutigam kommen aus unterschiedlichen Stämmen und haben daher auch unterschiedliche Gerichte.

Als wir am Haus von Alex‘ Eltern ankamen, wartete vor der Tür schon eine riesige Gruppe Frauen mit Töpfen auf den Köpfen und „Keep calm it‘s Alex‘ Chilanga Mulilo“ Shirts. Wir kamen gerade im richtigen Moment, die Frauen machten sich nämlich singend und tanzend auf den Weg ins Haus. Dabei sammelten sie Geld, um die Kosten für das Essen wieder reinzubekommen.IMG_6395 Im Wohnzimmer ging die Zeremonie dann weiter. Alex saß mit einem alten Herren, einem Verwandten, auf dem Sofa. Nach und nach wurde jeder Topf geöffnet und musste von beiden abgesegnet werden. Bei dem Essen handelte es sich um das in Sambia typische Essen, wie Hähnchen, Rind, Fisch, Okra, Kürbis, Süßkartoffeln und natürlich Nshima. Die Vielfalt und die Qualität des Essens waren jedoch im Gegensatz zu dem was man sonst häufig bekommt enorm. Zum Ende der Präsentation wurde eine Decke hereingeholt. Als diese gelüftet wurde, flatterte ein lebendes Huhn heraus.IMG_6403

Das Essen wurde zu einem Buffet im Garten aufgebaut und ich habe etwas aus fast jedem der ca. 40 Töpfe genommen. Seltsamerweise sind die Frauen, die das Essen zubereitet hatten, direkt nach der Präsentation zusammen auf einem Canter zurückgefahren, sodass sie gar nichts von diesem Festmahl hatten. Um den Abend ausklingen zu lassen, haben wir uns dann noch auf den Weg in Lusakas Ausgehviertel gemacht.IMG_6411

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