Ernährung in Sambia

Weiter geht es mit Informationen zum Leben in Sambia allgemein, diesmal zu Essen und Trinken.

Wie schon häufiger erwähnt ist das Nationalgericht Sambias Nshima. Daran kommt man hier einfach nicht vorbei. Als Beilage wird jegliches Gemüse, Fleisch oder Fisch verwendet und mit Zwiebeln und Tomaten zubereitet. Viele Sambier sagen uns, dass sie keine drei Tage ohne Nshima aushalten würden. Gekocht wird häufig draußen auf Holzkohlegrills. Selbst wenn Familien einen Herd besitzen kochen sie draußen, um Strom zu sparen.

Doch natürlich gibt es über das Essen und Getränke in Sambia noch viel mehr zu berichten. Manches wirkt sehr britisch und ist vielleicht noch von der Kolonialzeit geprägt. Man bekommt deutlich häufiger Tee als Kaffee. Wenn man einen Kaffee bestellt, kann es häufig sein, dass man einen Ricoffy bekommt. Dabei handelt es sich um eine Mischung aus Kaffee und Malz. Zum Tee oder auch einfach so werden häufig Scones und Pies gegessen.

Eine südafrikanische Tradition wird auch in Sambia gepflegt- der Braai. Die Grillfeiern, bei denen wir dabei waren, waren recht ähnlich. Jeder bekommt eine Einwegschale mit Unmengen an Kartoffelsalat, Coleslow, rohem Fleisch und Fisch. Dann stehen alle um den Grill herum und jeder bereitet sein Essen zu.

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Typischer Braai

Zum Grillen gehört natürlich Bier, in Sambia ist das meistens Castle oder Mosi. Viele andere Biermarken gibt es nicht, und wenn gehören sie auch zur selben Firma. Castle findet man in vielen afrikanischen Ländern, Mosi hingegen nur in Sambia. Es ist zwar mild, aber sehr lecker. Auf den Dörfern wird viel Chibuku, ein günstiges Maisbier in Tetrapaks, getrunken. Dieses schmeckt sehr gewöhnungsbedürft und dient häufig nur dazu sich abzuschießen.

Die Ernährung ist oft sehr unausgewogen und ungesund. Diabetes wird dadurch auch hier in Sambia zu einem immer größeren Problem. Bei den Schülern sind als Pausensnack kleine Chipstüten und Softdrinks sehr beliebt. FastFood scheint immer wichtiger zu werden. Am beliebtesten sind Chickenwings und Pommes. KFC findet man also auch hier, häufiger allerdings die südafrikanische Kette Hungry Lion. Die Inhaltsstoffe sind teilweise sehr fragwürdig. Wir haben zum Beispiel mal einen Erbeersaft gekauft, bei dessen Inhaltsangaben das Wort „Erdbeere“ überhaupt nicht zu finden war.

Einkaufen kann man in kleinen Shops, direkt vom „Bauern“ und im Supermarkt. Die Produkte im Supermarkt sind teuer, weil sie häufig aus Südafrika importiert werden. Um Geld zu sparen, sollte man sein Einkaufs- und Essverhalten ein wenig umstellen. Nach deutschen Gewohnheiten weiterzuleben ist zwar möglich, aber teuer. 500g Butter können schnell schon einmal 7€ kosten. Obst und Gemüse aus der Region ist dagegen sehr günstig. Dieses dann auf dem Markt oder bei kleinen Ständen an der Straße zu kaufen ist sogar noch günstiger. Allerdings muss man sich dabei nach den Saisons richten. Aufgrund der idealen Bedingungen für Landwirtschaft findet man aber eigentlich immer etwas. Zurzeit wird überall Zuckerrohr verkauft. Ich hatte dadurch auch die Chance Gemüse kennenzulernen, von dem ich in Deutschland noch nie etwas gehört habe, so zum Beispiel Impwa und Okra.

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Hier kaufen wir immer Bananen ein
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