Ein Tag Dining

Unter der Woche essen wir jeden Mittag bei der Dining Hall. Die Köche dort kennen wir daher schon sehr gut, wie unser Essen zubereitet wird haben wir jedoch bisher kaum mitbekommen. Also entschlossen wir uns einen Tag bei der Dining Hall zu arbeiten. Montag haben wir nachgefragt und direkt am Dienstag konnten wir einsteigen. Der Wecker klingelte Dienstagmorgen also schon um 5:30 Uhr, da wir um 6 Uhr in der Küche sein mussten. Um die Uhrzeit gibt es Frühstück und wir haben bei der Essensausgabe geholfen. Ein Koch muss das Frühstück zubereiten und war daher schon seit 4 Uhr bei der Arbeit. Die Anderen sind kurz nach uns gekommen. Zum Frühstück gab es Reis mit Erdnussbutter. Da das nicht sehr vielfältig ist, hatten viele Schüler auf ihren Tellern schon Butter, Saucen, Zucker oder Gewürze mitgebracht. Nach dem Frühstück musste alles sauber gemacht werden, was ein wenig gedauert hat, weil die Schüler ziemlich rumsauen.

Dann ging es auch schon an das berüchtigte Nshima-Kochen. Für wenige Leute Nshima zu Kochen ist schon anstrengend, da man mit viel Kraft umrühren muss, für 700 hungrige Schüler zu kochen gleicht aber eher einem Kampf gegen den Nshima. Nshima gibt es dann zum Mittag- und Abendessen- jeden Tag. Als Beilage gab es an diesem Tag zum Mittagessen Kohl und Eier und zum Abendessen Bohnen.

Es war witzig unsere Handwerkerkollegen zu bedienen, mit denen wir normalerweise zusammen essen gehen. Als Koch hat man den Vorteil essen zu können, wann man will und wie viel man will. Dementsprechend sieht der Küchenchef auch aus. Den Vormittag ist man echt gut beschäftigt, besonders, wenn alle Schüler gleichzeitig zum Mittagessen kommen. Da stellen sich einige zweimal an oder sagen, dass sie sich einen Teller teilen. So kam es leider dazu, dass wir nicht genug Beilagen für alle hatten, also wurde schon etwas vom Abendessen ausgeben.

Nachmittags ist es sehr entspannt, weil das gesamte Essen morgens zubereitet wird und man eigentlich nur darauf warten muss, dass die Schüler zum Abendessen kommen. Als mich auf einer Bank ausgeruht habe, wurde mir sogar eine Matratze angeboten. So lässt sich auch ein 12 Stunden Arbeitstag gut ertragen. Dass es das Abendessen schon um 17 Uhr gibt, soll wahrscheinlich auch einfach den Arbeitstag nicht noch mehr in die Länge ziehen. Das Essen in der Dining Hall ist zwar nicht abwechslungsreich, vorbildlich ist aber, dass das Gemüse von den umliegenden Feldern kommt. Der Kohl für das Mittagessen kam zum Beispiel aus dem Garten eines Lehrers. Es war sehr interessant mal einen Einblick in einen anderen Arbeitsbereich zu bekommen, für längere Zeit wäre mir die Arbeit in der Dining Hall allerdings zu eintönig.

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