Viktoriafälle- Ein Muss

Ein Besuch bei den Viktoriafällen ist für jemanden, der Sambia besucht oder dort lebt, eigentlich Pflicht. Also machten auch Lukas und ich uns zusammen mit Susanne, Pia und Mayleen, auch Brot-Freiwillige, auf nach Livingstone. Livingstone ist auf sambischer Seite die den Viktoriafällen nächstgelegene Stadt. Wir waren dort von Freitag bis Mittwoch, was ganz geschickt gelegt war, weil für uns erst mehr als 5 Werktage als Urlaub zählen. Der Freitag war allerdings auch der offizielle Ferienbeginn, was wir nicht bedacht hatten und uns zum Verhängnis wurde. Für größere Wege machen wir uns morgens auf nach Kafue und bekommen dann sofort einen Fernbus. An diesem Tag sind wir jedoch um 7 Uhr angekommen und uns wurde bei jeder Busgesellschaft gesagt, dass bis mittags kein Bus mit freiem Platz mehr kommen würde. Wir hatten uns also darauf eingestellt, die Zeit abzusitzen, jedoch konnte ein Mitarbeiter uns Plätze organisieren. Leider hatten wir das Gefühl, dass dafür anderen Passagieren der Platz weggenommen wurde. Solch eine Bevorzugung erleben wir häufiger und das ist teilweise echt unangenehm.

In Livingstone angekommen trafen wir auf die Freiwilligen des Sportvereins ASC Göttingen, die uns netterweise für die Zeit bei sich zu Hause aufnahmen. Sonntag haben wir dann die Fälle besucht. Dorthin ging es typisch sambisch und schön günstig mit dem Minibus. Bei der Ankunft war ich ziemlich überrascht, weil ich mit großen Menschenmengen gerechnet hatte. Dem war aber nicht so. Es war alles beschaulich und wirkte nicht nach großer Vermarktung, wie ich es über die Niagarafälle gehört habe. Um die Fälle sehen zu können, muss man in einen Nationalpark gehen. Da wir „Residents“ sind, hat der Eintritt für uns nur etwas mehr als einen Euro gekostet. Auch im Nationalpark war es eher ruhig, und wir konnten den Ausblick genießen. Zu dieser Zeit des Jahres führen die Fälle zwar nicht so viel Wasser wie am Ende der Regenzeit im April, es war trotzdem sehr beeindruckend.

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Viktoriafälle

Es gibt auch einen Weg hinunter zum „Boiling Pot“, wo man abseits der Fälle, aber mit Blick auf die Brücke schwimmen kann. Die Brücke verbindet Sambia und Simbabwe. Der Sambesi bildet nämlich die Grenze, welche mitten durch die Viktoriafälle verläuft. Später haben wir uns auch noch auf den Weg zur Brücke gemacht. Kurz vor der Brücke befindet sich ein Immigration Office. Ich hatte damit gerechnet, dass dort unsere Pässe kontrolliert würden, jedoch haben wir dort einfach einen kleinen Zettel, auf den ein Stempel gesetzt wurde, erhalten. Diesen haben wir dann beim Grenzbeamten vorgezeigt und schon konnten wir Sambia verlassen. Von der Brücke konnte man wunderbar den Sonnenuntergang beobachten. Wir konnten sogar ohne irgendeine Kontrolle die simbabwische Seite betreten, weil sich der Grenzposten deutlich weiter landeinwärts befand. Auch nach Sambia wieder „einzureisen“ war sehr unkompliziert. Wir haben einfach nur gesagt, dass wir aus Sambia kommen und wieder zurück möchten- das war es.

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Grenzübergang

Ein weiteres Highlight in Livingstone war die Walking Safari im Mosi Oa Tunya Nationalpark, für die wir morgens um 5 Uhr mit einem Safari- Auto abgeholt wurden. Damit mussten wir erst einmal durch die Stadt fahren, was ein lustiges Gefühl war, in Livingstone aber wahrscheinlich zum Straßenbild gehört. Bei der Safari konnten wir Büffel und Nashörner aus nächster Nähe betrachten. Unter den Nashörnern waren sogar einige Babys. Wir waren zu Fuß mit zwei Guides, einer mit Waffe und einer ohne, im Entenmarsch unterwegs. Auf dem Rückweg mit dem Auto haben wir netterweise noch einen Abstecher in den unteren Teil des Nationalparks am Fluss gemacht, wo wir unter anderem Zebras, Flusspferde, ein Krokodil und etliche Antilopen entdeckten.

Einen schönen Abschluss unserer Reise nach Livingstone bildete der Besuch beim Royal Livingstone Hotel. Ein Freiwilliger vom ASC hat uns auf die Idee gebracht, dorthin zu fahren, sonst wären wir wohl kaum auf die Idee gekommen, ein solches Luxushotel zu besuchen. Das besondere war, dass sich dieses Hotel oberhalb der Fälle befindet, sodass man beim Sonnenuntergang die Sonne in der aufsteigenden Gischt versinken sieht. Das Ganze wirkt noch surrealer dadurch, dass auf dem Gelände Zebras frei umher laufen. Ein Getränk konnten wir uns noch leisten, gegessen haben wir dann woanders.img_3974

Am nächsten Morgen ging es auch leider schon zurück, was aber halb so schlimm war, weil die nächste Reise bald bevor stand.

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