Flussarbeiten

Das letzte Mal hat Niklas berichtet, dass wir bei den Vorbereitungen für die Abschlusszeremonie der Zwölftklässler geholfen haben. Wir konnten auch an der Zeremonie teilnehmen und können davon berichten. Die Zeremonie fand auf einer Wiese statt, auf der große Zelte aufgebaut wurden und es wurden alle Bänke der Schule aufgestellt. Das Essen und der Gottesdienst mussten also im Stehen statt finden. Die Ehrengäste (alle Schulleiter aus der Umgebung) und der Schulleiter saßen unter einem Unterstand. Es fing alles verspätet mit einem tänzerischen Einmarsch der Zwölftklässler an. Danach wurde die Nationalhyme gespielt, ein paar kurze Reden gehalten und es gab einen Auftritt einer traditionellen Tanzgruppe. Vier Schüler haben ihr Gedicht mit Choreographie vorgetragen, gefolgt von einer Preisverleihung für die besten Ergebnisse in verschiedenen Fächern. Auffällig war, dass auch Geld verliehen wurde und auch immer angesagt wurde, wie viel der jeweilige Schüler gewonnen hat. Zum Schluss hat jeder Zwöltklässler eine Urkunde bekommen. Alles einberechnet dauerte die Zeremonie ca. 2 Stunden.

An anderer Stelle waren wir auf dem Kafue River beschäftigt. Eine schwimmende Wasserpumpe ist in der Planung, um die Schulfarm zu bewässern. Das ist ein ziemlich großes Unterfangen, weil das hohe Gras auf dem Wasser entfernt werden muss. Unser Chef/Mentor Lazarous hat mit dem Boot der Schule versucht das Gras rauszuziehen und unsere Kollegen haben mit Macheten das Gras geschnitten, aber der Fortschritt zeigte sich nur langsam. Auf dem Boot ist nicht genug Platz für alle und deshalb sind wir manchmal zurück geblieben und haben geangelt. Wir haben uns die nötigen Materialen besorgt und eigene Angeln gebastelt. Wenn das ganze Gras weggemacht ist, können die Arbeiten an der Pumpe beginnen. Dann ist es vielleicht sogar möglich, direkt von der Schule aus zu angeln, weil auch ein Steg gebaut werden soll an der Stelle, wo zur Zeit noch das Gras ist. Jetzt hat sich die Schule entschlossen Fischer zu bezahlen, um das hohe Gras wegzuschneiden. Sie wenden eine viel bessere Technik wie wir an, sie teilen das Gras in Stücke ein, sodass wir diese dann mit dem Boot rausziehen können. Heute haben wir eine große Insel aus Gras rausgezogen und auf dem Fluss entlang gezogen mit dem Boot, was ziemlich lustig aussah.

An einem Samstag haben wir zu viert einen Ausflug auf einen der Berge im Umkreis unternommen. Dafür, dass der Berg so weit weg erschien, waren wir relativ schnell oben. Wir wurden mit einer wunderschönen Sicht belohnt. Auf dem Weg runter haben wir eine andere Route gewählt und sind an einem Bach vorbeigekommen, in dem wir auch geschwommen sind.

Vorheriges Wochende habe ich meinen Geburtstag mit den anderen Freiwilligen von Brot für die Welt gefeiert.Wir haben spontan eine Bootstour auf dem Kafue unternommen und einfach die frische Brise am Fluss genossen. Am folgenden Dienstag war auch der Unabhängigkeitstag Sambias, an dem wir nicht arbeiten mussten. Seit einiger Zeit sah es schon so aus, als ob es bald regnen würde. Vorgestern war es dann soweit und hat zum ersten Mal richtig geregnet. Der Strom ist ausgefallen und der Bereich vor unserer Haustür war überschwemmt. Wir mussten aber unbedingt in die Stadt weil wir kaum noch Vorräte hatten, die wurden von dem Geburtstagsbesuch aufgebraucht :D. Wir haben uns im Regen auf dem Weg gemacht, aber zum Glück wurden wir auf dem Weg noch mitgenommen. Es hat bis zum Abend durchgehend geregnet. Nach dem Regen sieht hier alles anders aus, die Landschaft ist viel grüner und ich genieße die Abwechslung von der Sonne.

Etwas ganz Anderes, was wir noch gar nicht erwähnt haben, ist die Internet Lage. Die IT-Abteilung der Schule hat WLAN, was wir auch mitbenutzen dürfen. Diesen Monat wurde aber das komplette Volumen(100GB) schon nach der Hälfte des Monats aufgebraucht. Wir kaufen uns beide sowieso Internetpakete, die reichen aber nicht aus, wenn man mal am PC etwas machen muss oder etwas größeres im Internet machen will. Es gibt von Airtel, unserem Netzanbieter, ein Angebot, dass man ab Mitternacht 800mb für 50 Cent bekommt. Der Haken an der Sache ist, dass es hier sehr früh dunkel wird und mit der Hitze wird man schnell müde, so dass sich die Zeit bis 0 Uhr echt zieht. Nichtsdeszutrotz hab ich das Angebot schon einige Male ausgenutzt.

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